Publikationen

Sagen, was ist!

Jürgen Fuchs zwischen Interrpretation, Forschung und Kritik

Ernest Kuczyński (Hg.)

 

Neisse Verlag 2017

Mein Polen - meine Polen

Zugänge & Sichtweisen

 

Deutsches Polen Institut
Band Nr. 34

mehr Wolfgang Templin:  Vier Jahrzehnte
S. 245 – 257

 

Uwe Rada (Hg.), Mateuz Hartwich(Hg.)

Berlin und Breslau - Eine Beziehungsgeschichte

184 Seiten
bebra Verlag, Berlin Mai 2016
16,– €

Wolfgang Temlin:
Breslau inspiriert die DDR Opposition
S. 103

Annäherungen an Robert Havemann

Biogaphische Studien und Dokumente
Bernd Florath (Hg.)
Vandenhoeck & Ruprecht 2016

 

Wolfgang Templin: Robert Havemann

S. 501 - 514

Christiane Schubert,Wolfgang Templin
Dreizack und Roter Stern
Geschichtspolitik und historisches Gedächtnis in der Ukraine

 

Erstauflage: März 2015
Metropol Verlag, Berlin

 

Artemiwsk Dez. 2014
Foto: Christiane Schubert

Christiane Schubert und Wolfgang Templin stellen eine andere Sicht auf die Ukraine als Nachbarstaat Russlands vor. Das russische System unter Wladimir Putin untermauert seinen Herrschaftsanspruch gegenüber der Ukraine mit historischen Argumenten. Die Annexion der Krim, die Unterstützung separatistischer und terroristischer Kräfte im Osten der Ukraine und der unerklärte Krieg im Donbass markieren eine Ideologie, die dem „kleinrussischen Bruder“ jede wirkliche Selbstständigkeit abspricht und ihn als ewigen Teil des eigenen Imperiums sieht.
Die Studie folgt dem Weg der Ukraine, die lange Zeit ohne eigenen Staat blieb. Mit dem Zerfall der Sowjetunion und der unabhängigen Ukraine erreichten Nationalbewegung und damit verbundene Identitätskonflikte eine neue Stufe. Der orangene Majdan von 2004 und der Euro-Majdan des Jahres 2014 dokumentieren das Ringen um eine moderne Staatsbürgernation, die sich auf ihrem Weg nach Europa ethnonationalistischer Enge und postsowjetischer Prägung entzieht.

Fasse Dich kurz!

Der grenzüberschreitende Telefonverkehr der Opposition in den 1980er Jahren und das Ministerium für Staatssicherheit

Ilko-Sascha Kowalczuk (Hg.), Arno Polzin (Hg.)

Wolfgang Templin

Nachts ging das Telefon. Erfahrungen, Einsichten und Erinnerungen eines Abgehörten

Analysen und Dokumente - Wissenschaftliche Reihe des Bundesbeauftragten, Band 41
1059 Seiten
Göttingen 2014
Vandenhoek & Ruprecht
Preis: 69,99 Euro
ISBN 978-3-525-35115-4

Im Dialog mit der Wirklichkeit: Annäherungen an Leben und Werk von Jürgen Fuchs

Zum 15. Todestag von Jürgen Fuchs erscheint eine umfangreiche Anthologie über den Bürgerrechtler und Schriftsteller. Die Leitidee der Einmischung von unten, die Verteidigung der Menschenrechte, die Bedeutung von Literatur und Kunst für eine humane Gesellschaft – all dies war konstitutiv für das Denken, Fühlen und Handeln des ehemaligen Jenaer Dissidenten. Weggefährten und Wissenschaftler zeichnen das Bild eines "moralischen Rebells", den die DDR zum Staatsfeind abstempelte.

 

Mit Beiträgen von Wolf Biermann, György Dalos, Esther Dischereit, Karl Wilhelm Fricke, Roland Jahn, Herta Müller, Ilko-Sascha Kowalczuk, Lutz Rathenow, Udo Scheer, Wolfgang Templin, Manfred Wilke u.a.

 


Ernest Kuczyński in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung
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Farbenspiele - die Ukraine nach der Revolution in Orange

Majdan 2007
Majdan 2007

Wolfgang Templin,

fibre Verlag, Osnabrück 

2., erw. Auflage 2008

ISBN 978-3-938400-38-8

 

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Deutschlandfunk mit einer Rezension von Robert Baag

 

1968 – ein östlicher Blick

in: 13. Deutsch-Russische Herbstgespräche 21.-22.11.2008

„Annäherung oder Entfremdung? Einfluss der Geschichtspolitik auf

das Verhältnis EU-Russland“- Dokumentation - S. 27 ff

 

Der Ausgangspunkt jahrzehntelanger Herrschaft der Kommunisten in der Sowjetunion und den Ländern des Ostblocks schloss eine fundamentale Verfälschung und Manipulation von Geschichte ein. Umgekehrt waren gesellschaftlicher Widerstand gegen Unfreiheit und Unterdrückung, Dissidenz und Opposition auch immer ein Kampf um die Rückgewinnung der Geschichte, den Zugang zu authentischen Informationen, Erinnerungen und deren Vermittlung in die Gesellschaft. Mehr...

 

Die Suche nach der eigenen geschichtlichen Identität in der DDR

in: Schriftenreihe Demokratie

1968 revisited. 40 Years of Protest Movements

Published by the Heinrich Böll Foundation EU Regional Office Brussels

 

Nimmt man die Orte und Ereignishintergründe wahr, an denen in diesen Monaten des Jahres 1968 erinnert wird, kommt eine ganze Menge zusammen. Im März ist Warschau an der Reihe. Vor vierzig Jahren war hier das Zentrum von Studentenprotesten. Paris und Prag werden im Frühjahr und Sommer folgen, zahlreiche weitere Metropolen sind weltweit mit der Aufbruchsbewegung und Revolte dieser Zeit verbunden. Ralf Fücks und eine Reihe weiterer Autoren betrachten das Jahr 1968 als globales Ereignis, als eine politische und kulturelle Gezeitenwende. Mehr...

 

Charta 77 – Nähe und Einfluss

In: Charter 77: From The Assertion of Human Rights to a Democratic Revolution 1977 – 1989. The proceedings of the conference to mark the 30th anniversary of Charter 77, Prague 21.- 23. March 2007

ISBN 978-80-7285-090-7

 

Auf den Podien und den Diskussionsrunden unserer Jubiläumsveranstaltung in Prag, findet die Vielzahl individueller Kontakte zwischen den Dissidenten verschiedener Ostblockstaaten Würdigung. Ihre Beziehung zu Vertretern der Charta 77, die Wege der Kontakte, das Abenteuerliche der Treffen, Phasen der Isolation und des verstärkten Austausches kommen zur Sprache. Mehr...

 

Rudolf Bahro: Eine Alternative oder Lehrstück für eine Sackgasse?

Veranstaltung der Heinrich Böll Stiftung und der Stiftung Aufarbeitung in der Landesvertretung Sachsen Anhalt am Mittwoch, 20.06.2007

Vortrag von Wolfgang Templin


Rudolf Bahro, 1935 in Schlesien geboren, absolvierte von 1954 bis 1959 ein Studium der Philosophie an der Ostberliner Humboldt – Universität. Rund fünfzehn Jahre später, zu dieser Zeit war ich Student an der gleichen Fakultät, pflegte Professor Hermann Ley - ein Zyniker von Format- während seiner Vorlesungen nach der Bedeutung der Hausnummer unseres Institutes zu fragen. Wir waren in der Universitätsstraße 3b untergebracht. Schweigen im Auditorium. Hermann Ley ließ sein charakteristisches, meckerndes Lachen hören und nahm uns die Antwort ab: „Denken Sie doch an die großen drei B. Wolf Biermann, Jurek Becker, Volker Braun“. Mit Rudolf Bahro hätte er wenige Jahre später das vierte B hinzufügen können. Mehr...

1989: Rückfragen an eine Revolution

aus: Horch und Guck - Historisch-literarische Zeitschrift des Bürgerkommitees 15.Januar e.V. 2005 (4)

 

Das fünfzehnjährige Jubiläum der friedlichen Revolution von 1989 im Jahre 2004 und die Feierveranstaltungen zur deutschen staatlichen Vereinigung in diesem Herbst, signalisierten alles andere als eine geschichtspolitische Beruhigung im Verhältnis zu den damaligen Geschehnissen. Bei grundlegenden Bewertungen, wie der Einschätzung der Akteure und der Folgewirkungen tun sich nach wie vor Klüfte auf. Ebenso ist es um die Blicke auf die untergegangene DDR bestellt. Mehr...

 

Das SPD-SED-Dialogpapier

aus:  Das SPD-SED-Dialogpapier - Ist mit der Ideologie auch der Streit erledigt? - Dokumentation einer Tagung der Evangelischen Akademie Bad Boll - 15 Jahre SED-SPD Dialogpapier - April 2003 - edition akademie 1/2003

 

Lassen sie mich meinen Beitrag mit einem Traum beginnen. Evangelische Akademien gehören zu den Orten, an denen Utopien, an denen Visionen ihren Platz haben, warum also nicht auch Träume.

Ich habe geträumt, eine Sitzung der SPD-Grundwertekommission in der zweiten Hälfte der achtziger Jahre zu erleben. In die Diskussion, wie es denn mit der schwierigen Beziehung zur DDR, den Gesprächen und Kontakten dorthin weitergehen soll, fällt ein Vorschlag des immer rührigen und innovativen Johanno Strasser. Mehr...

 

"Das kann doch nicht alles gewesen sein...."

aus: Kafka, Zeitschrift für Mitteleuropa, 10/2003 - Hrsg: Goethe-Institut

 

In einem Buch über das Europa des 20. Jahrhunderts kommt der englische Historiker Mark Mazower zu dem Schluss, dass die Freiheit zwar das Ergebnis des Umsturzes von 1989 gewesen sei, das Verlangen danach aber nicht seine Ursache. Lapidar konstatiert er: „Der wirkliche Sieger von 1989 war nicht die Demokratie, sondern der Kapitalismus“. Gründlicher kann man nicht danebenliegen. Weder im Wollen der Beteiligten noch in den Ergebnissen gibt diese Trennung oder Aufteilung einen Sinn. Das westliche Europa der Nachkriegszeit war für die Menschen im Ostblock anziehend als Demokratie und Wohlstandsmagnet. Mehr...